Letztens musste ich ja über etracker grinsen. Ein Kunde wollte sein SEM-Tracking von etracker auf sein eigenes WebTrends umstellen. Allerdings hat das etracker-Programm dies mit allen Mitteln zu verhindern versucht und dabei höchst interessante Taktiken an den Tag gelegt.
Um eingehenden SEM-Traffic zu erfassen, war etracker bis dato mit einem Redirect zwischen die Adwords-Anzeige und die Kundenwebsite eingebunden. Weil es sinniger ist, auf das komplett in der Kundensite eingebundene WebTrends zurückzugreifen, sollte das Tracking umgestellt werden. Da allerdings noch keine tieferen Erfahrungen mit WebTrends bestanden, sollten beide Systeme zunächst erst einmal parallel laufen.
So weit so gut. Der Weg sollte also von der Anzeige über etracker auf die Kundenwebsite führen, wobei WebTrends installiert ist. Zur Unterscheidung von organischem und bezahltem Suchmaschinen-Traffic benötigte WebTrends noch den Parameter WT.srch=1, der in das vorgeschaltete etracker eingebaut wurde. Kein Problem, sollte man meinen, vor allem da es sich hier um einen statischen Parameter handelt, der keine Werte durchschleifen musste.
Also alles eingebaut und die Verlinkung getest - lief. Nachdem die ersten Daten dann da waren, kam das erste Stirnrunzeln: Kein SEM-Traffic über WebTrends. Also alles noch mal geprüft, Parameter da, wird auch übergeben. Hmm ... blödes WebTrends! Oder doch nicht? Als wir uns den Parameter nämlich noch einmal genauer angeschaut haben, sah der so aus WT_srch=1. Statt des Punkts war da auf einmal ein Unterstrich!
Tippfehler möchte man meinen. War es aber nicht. Bei etracker stand tatsächlich ein Punkt, weitergegeben wurde aber ein Unterstrich. Versuche, den Punkt mit irgendwelchen Encodings zu maskieren, haben auch nicht funktioniert. Und jetzt der Hammer: Bei allen anderen Parametern funktioniert es wunderbar! Punkte, Kommata, Unterstrich - kein Problem. Nur der WebTrends-Parameter wird umgeschrieben. Ein echter Zufall, was? Mal sehen, was etracker dazu zu sagen hat. :-)
Hier noch ein kleiner Nachtrag