Wie so oft im Leben gibt es auch im Affiliate-Marketing verlockende Angebote, von denen man besser die Finger lässt. Hierunter fallen z.B. Affiliates, die entweder massiv Traffic liefern, ohne dass etwas gekauft wird oder die viele Sales generieren, die aber im ROI negativ sind.
Zur ersten Gruppe gehören Affiliates, die (noch legal) Traffic entweder billig über Restplatzvermarktung kaufen und mit Bannern bestücken, die gar nicht zum Thema passen oder (nicht mehr legal) Klicks mit mehr oder weniger verdecktem Cookiedropping generieren.
Cookiedropping bedeutet, der Affiliate ruft die Merchant-Seite auf und setzt damit seinen Cookie, obwohl der Nutzer gar nicht auf ein entsprechendes Werbemittel geklickt hat. Der Aufruf erfolgt i.d.R. über Frames oder komplett im Hintergrund über AJAX. Der Nutzer hat zunächst natürlich kein Interesse etwas zu kaufen, allerdings könnte es ja sein, wenn die Streuung breit genug ist, dass er zufälligerweise doch nach einiger Zeit auf die Merchant-Seite geht, die Konversions-Aktion begehet und dann - unrechtmäßig - verprovisioniert wird.
Bei Affiliates mit negativem ROI handelt es sich häufig um Gutscheinseiten und Bonus-Systeme. Beide Spielarten incentivieren den Nutzer für den Kauf mit einem Geldbetrag. Handelt es sich um einen fixen Betrag, bedeutet dies allerdings für den Kunden, dass sein Vorteil relativ gesehen umso größer ausfällt, je kleiner der Bestellwert ist.
Zu deutsch: Bekommt der Kunde 5 Euro für einen Kauf in Form eine Gutscheins oder einer Rückvergütung, beträgt sein Rabatt bei einem Kauf im Wert von 10 Euro 50%, bei 100 Euro hingegen nur 5%. Rechnet man Affiliate-Provision, tatsächliche Versandkosten, Wert des Gutscheins etc. zusammen, zahlt man bei solchen Systemen meist ordentlich drauf.
Fazit: immer auf den Durchschnittsumsatz achten und Klickvergütungen nur bei bekannten Affiliates zulassen.