Wesentlich häufiger werden die Begriffe Unique User bzw. Unique Visitor oder Unique Audience verwendet, wobei sich die angegebenen Werte in der Regel aber auf die Unique Browser beziehen. Während sich erstere auf Personen beziehen, ist letzteres ein eher technischer Wert. Interessanter sind natürlich die Personen, dass Problem liegt aber darin, dass sich diese mit normalen Web Analytics-Methoden gar nicht erfassen lassen.
Rein technisch gesehen, steht zwischen Website und Person immer ein Browser. Geht man davon aus, dass jede Person nur einen Browser verwendet und jeder Browser nur von einer Person verwendet wird, dann kann man Unique User mit Unique Browsern gleich setzen. Da viele Personen nicht nur von ihrem privaten PC ins Netz gehen, sondern auch von der Arbeit aus und sich innerhalb eines Haushalts mehrere Personen einen PC teilen können, spiegelt es nicht unbedingt die Realität wider.
Gemessen und identifziert werden die Unique Browser über Cookies. Sind mehrere Browser parallel installiert, werden die auch in der Regel separat gezählt. Ausnahme ist die Zählung über Flash-Cookies, den so genannten Shared Objects, die vom Computer zentral verwaltet werden. Diese werden nur selten verwendet, da sie ein installiertes Flash voraussetzen. Allerdings lassen sich über diese sogar dann auslesen, wenn sie z.B. über den IE gesetzt worden sind und die entsprechende Seite anschließend im Firefox geöffnet wird. Davon abgesehen, lassen sie sich nicht so einfach vom PC entfernen wie normale Cookies.
Und hier liegt auch das Problem beim eindeutigen Identifizieren von Browsern. Wird ein Cookie gelöscht und gar nicht erst zugelassen, wird ein bereits erfasster Unique Browser noch einmal gezählt. Die gemessenen Werte sind daher so gut wie immer zu hoch. Wie hoch der Messfehler ist, hängt nicht zuletzt von der angesprochenen Zielgruppe einer Website ab. Eine sehr technophile Nutzerschaft ist tendenziell eher gewillt und vor allem fähig, die Kekse zu entfernen, als ein Laienpuplikum.