Die Idee, die hinter dem Postview-Verfahren steht, geht davon aus, dass ein entsprechend prägnantes Werbemittel auch eine Erinnerung und damit vielleicht einen Kauf/Lead auslösen kann, selbst wenn es nicht aktiv angeklickt wurde. Somit wäre jede Einblendung eines Banners eine Werbeleistung, die dementsprechend auch vergütet werden sollte, wobei Postview einerseits erfolgsbasierend ist, da nur Aktionen vergütet werden, andererseits auch auch wenig klick- aber dafür aufmerksamkeitsstarke Werbemittel vergütet werden.
In der Praxis trifft das Modell jedoch auf einige Skepsis, da Postview schnell zum Cookie-Dropping einlädt, d.h. Banner werden außerhalb des Sichtbereichs des Nutzers platziert oder zusammen mit einer ganzen Batterie anderer Banner, so dass der Banner in der Masse untergeht, wobei aber mehrere Postview-Cookies parallel ausgespielt werden. Zudem muss gerade beim massivem Einsatz von Bannern auf reichweitenstarken Plattformen ein Grundrauschen mit einkalkuliert werden, d.h. es gibt grundsätzliche Überschneidungen z.B. zwischen SPON und Amazon, die beim Postview als Werbeleistung abgerechnet würden, sofern denn ein Banner ausgespielt und anschließend ein Kauf getätigt worden wäre. Um dieses Grundrauschen berechnen zu können, bietet sich eine Nullmessung an, d.h. der Werbeträger setzt Cookies ohne die entsprechende Bannereinblendung.
Prinzipiell eignet sich Postview für Image-Kampagnen, sollte aber mit vorsicht eingesetzt werden. Vor allem sollte man die entsprechenden Postview-Partner gut auswählen, um Missbrauch zu vermeiden und das Grundrauschen niedrig zu halten.